Ganz besonders angetan war ich vom Weihnachtsgeschirr. Das „Royal Copenhagens Star Fluted Christmas Service“ wird von Girlanden geschmückt die sich ihren Weg um den gesamten Teller bahnen. Dekoriert mit Seidenschleifen, Trömmelchen und Engeln, all die wichtigen Elemente eines traditionellen, völlig behaglichen Dänischen Weihnachtsfestes. Keine der Schleifen sind gleich gebunden, keine Girlande gleich geschwungen, jeder Teller ein Unikat.

Zu den bekanntesten Porzellanemvon Royal Copenhagen gehört „Flora Danic“. Als Vorlage diente das große botanische Werk Flora Danica, das erstmalig im Jahre 1761 in Kopenhagen herausgegeben wurde. Das Geschirr war als Geschenk für Katharina II (die Große) von Russland gedacht. Als Katharina II im Jahre 1796 verstarb – sechs Jahre, nachdem mit der Produktion des Geschirrs begonnen wurde – war dieses noch lange nicht fertig gestellt. Das prächtige Tafelgeschirr verblieb in Dänemark und wurde zum Festessen anlässlich des Geburtstages von König Christian VII im Jahre 1803 eingeweiht.
Die dänische Porzellanmanufaktur wurde am 1. Mai 1775 von dem Chemiker Frantz Heinrich Müller in Kopenhagen gegründet. Das junge Unternehmen wurde zunächst mit der Zusage eines Monopols auf 50 Jahre staatlich gefördert. Das Patronat übernahm die zweite Ehefrau des 1766 verstorbenen Königs Friedrich V., die Königinmutter und inoffizielle Regentin Dänemarks Juliane Marie aus dem Hause Braunschweig. Bereits 1779 wurde jedoch ein finanzielles Engagement des Königshauses in der Manufaktur erforderlich, deren Firma durch diese Übernahme des Unternehmens "königlich" wurde. Das Kennzeichen des Unternehmens sind drei Wellenlinien als Symbol für die drei Meeresstraßen, die Dänemark umgeben: Kleiner Belt, Großer Belt und der Öresund.

