Die deutsche Choreografin und Tänzerin Pina Bausch (1940 - 2009) war die Grande Dame des internationalen Tanztheaters und eine Kultfigur. Als ich 2010 an einer Führung durch die Opéra Garnier teilgenommen habe, war ich sehr berührt, als ich die Hommage der Oper für Pina Bausch gesehen habe. Ein riesengroßes Portrait erinnert an das Wirken der großartigen Künstlerin, die auch an der Pariser Oper Meilensteine gesetzt hat.
Erfreulich ist in Erinnerung an Pina Bausch auch, dass der Film „pina“ von Wim Wenders für den Oskar 2012 in der “Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert ist. Wenders würdigt seinem brillanten Film ebenfalls die Arbeit von Pina Bausch und hat ihr auf seine Weise ein fantastisches Denkmal gesetzt. Die Tänzerinnen und Tänzer, des von Pina Bausch aufgebauten Tanztheaters Wuppertal, beeindrucken mit ihrer Leidenschaft für den Tanz.

Derweil sich hierzulande alle über die Oscar-Nominierung freuen, probt das Ballett der Pariser Staatsoper die Tanzszenen in der Oper „Orpheus und Eurydike“ nach der Choreografie von Pina Bausch. Vom 04. bis 16. Februar 2012 wird Orpheus und Eurydike an der Opéra Garnier aufgeführt. Orpheus und Eurydike wurde 2005 ins Repertoire des staatlichen Balletts der Pariser Oper aufgenommen. Bereits 1975 hat Pina Bausch das Werk des deutschen Komponisten Christoph Willibald Gluck choreographiert und neu interpretiert. Dabei hat sie sich vom glücklichen Ende entfernt, um sich auf die Trauer und Hoffnungslosigkeit des Orpheus zu konzentrieren, der nicht die Macht hat, seine Geliebte Eurydike wieder in die Welt der Lebenden zurückzuholen. Die Hauptfiguren, bewegen sich wechselnd zwischen Tanz und Gesang, in einer sehr reinen Inszenierung über die Bühne, heißt es in der Ankündigung. Die Aufführung sei von überwältigender Schönheit! ... so wie die Tanzszenen der Companie von Pina Bausch in dem Wenders Film "Pina"...