
Die Isle of Skye ist die größte Insel der Inneren Hebriden. Sie liegt unmittelbar vor der Westküste des schottischen Festlandes im Atlantik. Skye hat eine Fläche von 1.656 km², eine Nord-Süd-Ausdehnung von 80 Kilometern und eine Breite von 11 bis 40 Kilometern. Auf Skye leben gut 9.200 Einwohner, von denen rund 30 Prozent schottisch-gälisch sprechen. „An t-Eilean Sgitheanach“ nennen die Einheimischen ihre Insel was übersetzt „Insel des Nebels“ bedeutet. Hauptstadt der Insel ist Portree.
Geprägt ist die Insel vom "Clan Donalds Skye“ und ihrem 8.000 Hektar großen Gutsbesitz auf der Halbinsel Sleat mit seinen atemberaubenden Ausblicken über das Meer zu den Bergen von Knoydart und nach Norden auf die weltberühmte Berkette der Cuillins. Der 16 Hektar große Landschaftsgarten aus dem frühen 17. Jahrhundert ist umgeben von der imposanten Ruine des Armadale Schlosses.
Wir haben in dem pittoresken Ort Kyleakin übernachtet, einem 900 Seelen-Dorf im Südosten der Insel... Schön war es da, einfach schön und bezaubernd...
In Kyleakin steht die Schlossruine des Castle Moil. Das Schloss wurde von Saucy Mary, einer normannischen Prinzessin und Frau eines Lairds des Clans der MacKinnon, im 12. Jahrhundert errichtet. Sie hatte, der Legende nach, eine Kette von Castle Mail über den Loch Alsh spannen lassen, sodass jedes Schiff, das die enge Passage zwischen Skye und Lochalsh durchfahren wollte, aufgeschlitzt wurde und vom Clan geplündert werden konnte... Die 3,35 Meter starke Hauptwand der Ruine wurde in einem Sturm am 1. Februar 1948 beschädigt. Von der einst stolzen Burg, die auch unter dem Namen Dunakin bekannt war, stehen nur noch zwei Wände...
Unser Hotel lag vis-à-vis der Skye-Bridge,die die Insel mit dem schottischen Hauptland verbindet. Die Straßenbrücke ist Teil der A87. Sie führt von Kyle of Lochalsh über Loch Alsh, einem Meeresarm der Hebriden-See, nach Kyleakin auf Skye. An dieser Stelle beträgt die Entfernung über den Loch Alsh nur 400 Meter. Seit dem 17. Jahrhundert gab es Fährbetrieb in dieser Gegend, da hier an manchen Stellen nur 250 Meter Wasser zwischen den Ufern liegen. Die Errichtung einer Brücke zur dünn besiedelten Insel Skye schien zunächst nicht gerechtfertigt. Aufkommender Wohlstand und vor allem zunehmender Tourismusverkehr brachten die Regierung 1989 dazu, mit den Planungen zu beginnen. Mit der Konstruktion wurde das schottisch-deutsche Konsortium Miller-Dywidag beauftragt. Die Arbeiten wurden 1992 aufgenommen. Am 16. Oktober 1995 wurde die Spannbetonbrücke mit zwei Pfeilern auf Caissons, die bis zwölf Meter unter die Meeresoberfläche reichen, dem Verkehr übergeben. Der Fährbetrieb in den etwa einen Kilometer westlich davon liegenden Fährhäfen über den Loch Alsh wurde daraufhin eingestellt. Die Hauptspannweite der Skye Bridge beträgt 250 Meter, die beiden Nebenspannweiten je 125 Meter. Ausgelegt ist die Brücke mit zwei Fahrspuren, einem Fußgänger- und einem Radweg auf jeder Seite. Einige Zeit wurde eine Benutzungsgebühr für die Querung der Brücke erhoben. Inzwischen ist die Brücke von der Maut befreit, die Kassenhäuser allerdings stehen noch. Die Schotten, als sparsames Volk bekannt, könnten die luktrative Einnahmequelle also jederzeit wieder eröffnen... Man weiß ja nie, was noch kommt...