Monet und der Mohn

Vereinzelt habe ich sie schon am Wegrand gesehen – die ersten roten Blüten des Klatschmohns. Wunderschön sehen die zarten Blüten aus. Ich freue mich schon auf die Entdeckung weiterer sommerlicher Wildblütenteppiche oder gar großer Mohnblumenwiesen...



Auch mein Lieblingsmaler Claude Monet hatte ein Faible für Mohnblumen. Das bekannteste seiner Mohnblumenbilder ist „Mohnfeld bei Argenteuil“, das er 1873 gemalt hat. Das Bild kann im Musée d’Orsay in Paris bewundert werden.

Monet hat seine Mohnblumenbilder mit den Ortsnamen betitelt, wo er die Meere aus unzähligen scharlachroten Blüten vorgefunden hat. Monet hat Blumen geliebt, so viel stet fest und davon zeugt auch, der von ihm angelegte Garten in Giverny mit dem berühmten Seerosenteich. Der Garten war für den Impressionisten sowohl Lebenselixier, als auch Inspiration. In der Biografie des Malers wird erwähnt, dass er sich in seinen Briefen nach den Blumen erkundigt in seinem Garten haben soll, wenn er auf Reisen war… „Wie geht es den Blumen?“ Bei all der Liebe zu den Blumen ist Monet kein „Blumenmaler“. Er geht in seinen Werken nicht spezifisch auf die Blüten ein. In der großen Kunst der Impressionisten setzt Monet Farbpunkte formt sie zu Wiesen, die in Landschaften eingebettet sind. Der Betrachter dieser Meisterwerke erkennt dennoch die Blüten, der zauberhaften Mohnblumen im Tal bei Giverny, auf den Wiesen bei Vétheuil oder Argenteuil…


Mohnfeld bei Argenteuil (1873)
Musée d’Orsay in Paris



Mohnblumenfeld (1890)
Museum of fine Arts, Boston




Mohnblumen im Tal Giverny (1885)
Museum of fine Arts, Boston



Mohnblumen bei Vétheuil (1879)
Sammlung E. G. Bührle, Zürich