Surfen in München



Bereits 1963 schwappte eine Surfwelle aus den USA, über den großen Teich nach Europa. Die legendäre Rockband „The Beach Boys“ besang in ihren Hits das süße und unbeschwerte Leben in Kalifornien, wo immer die Sonne scheint, das Meer immer blau ist und zum Wellenreiten bzw. Surfen einlädt. Der Song „Surfin´ U.S.A“ wurde nicht nur ein Hit, sondern ein Evergreen, der auch heute noch für gute Laune und Summer-Feeling sorgt. In den 60er und 70er Jahren gehörten die Beach Boys zu den weltweit erfolgreichsten Bands. “Everybody's gone surfin' - Surfin' U.S.A.”, heißt es in der Refrain-Zeile, die man auch heute noch gern „mitschmettert“…

„Everybody's gone surfin' - Surfin' Munich“, vermutet man hingegen nicht, da die bayrische Landeshauptstadt München zwar für viele schöne Dinge, primär aber nicht für Meer und Wellen steht. Bis auf die eine, geradezu schon legendäre Welle, die Surfer aus München und der ganzen Welt in ihren Bann zieht. Dabei handelt es sich um eine so genannte „stehende Welle“, die im „Eisbach“, einem schnell fließenden Gewässer, erzeugt wird. Schon sein Name sorgt eher für Gänsehaut- statt für Summer-Feeling. Und diese bekam ich auch, als ich im März einen einsamen Surfer von der „Eisbachbrücke“ am Englischen Garten beobachten konnte. Ich war absolut fasziniert, wie lange sich der Surfer auf der etwa einen halben Meter hohen Welle halten und seine verwegenen Künste vorführen konnte…

Na denn: „Everybody's gone surfin' - Surfin' Munich“, passt ja doch, denn im Sommer ist an dieser Stelle das Surfer-Paradies von München. 2010 hat die Stadt München übrigens das Surfen im Eisbach legalisiert. 35 Jahre war es offiziell verboten. Das Baden im Eisbach ist es immer noch, denn diese Stelle ist wirklich wild und gefährlich...