Opéra Garnier: Deckengemälde von Marc Chagall



1963 schuf Marc Chagall ein neues Deckengemälde in der Kuppel des 20 Meter hohen Theatersaals. Noch immer gibt das Kunstwerk Anlass für zahlreiche Diskussionen. Ob dieses moderne Deckengemälde nun wirklich ein Stilbruch ist oder nicht, muss jeder Betrachter für sich entscheiden. Ich finde, dass Chagall ein einzigartiges Kunstwerk gelungenen ist. Für mich stellt dieses Gemälde keinen Stilbruch dar - ganz im Gegenteil. Das Deckengemälde strahlt durch seine intensiven und kräftigen Farben und die dargestellten Szenen aus Oper und Ballett eine gewisse Leichtigkeit aus und nimmt dem ansonsten pompösen Ambiente aus Samt, Seide und Gold die fast erdrückende Schwere. Besonders gefällt mir, dass Chagall Ansichten von bekannten Bauwerken in die Szenerie eingearbeitet hat.

Das ursprüngliche Deckengemälde ging bei der Neugestaltung übrigens nicht verloren, sondern befindet sich nach wie vor unter dem Kunstwerk von Chagall, der auf in die Kuppel eingepassten Leinwand-Segmenten arbeitete. Eine Kopie der ursprünglichen Deckenausmalung kann in der Gemäldegalerie im Museum des Palais Garnier besichtigt werden. Hier nun ein paar fotografische Impressionen, der berühmten Chagall-Decke in der Opéra Garnier.


Tristan und Isolde, Oper von Richard Wagner


Der Feuervogel (franz. L'Oiseau de feu)
Ballett zur Musik von Igor Strawinsky
und das Wahrzeichen von Paris - Der Eiffelturm


Schwanensee, Ballett zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski und
Giselle, Ballett nach der Musik von Adolphe Adam.