Shanghai



Den schönsten Rundumblick auf Shanghai hatten wir im Jin-Mao-Tower. Der Grundstein des Turms wurde 1994 gelegt. Im Jahr 1998 waren die Bauarbeiten beendet und das Gebäude war mit einer Höhe von 420,5 Metern bei 88 Etagen das höchste in China. 2008 musste dieser Titel an das in unmittelbar in seiner Nachbarschaft befindliche Shanghai World Financial Center mit 492 Metern und 101 Etagen abgegeben werden. Heute ist der Jin-Mao-Tower noch der vierthöchste Chinas und nimmt in der Weltrangliste Rang 10 ein. Auch hier nur Superlative. In 340 Metern Höhe im 88. Stock befindet sich das zweithöchste Aussichtsdeck in Chinas. Die Fahrt mit dem Aufzug bis zum Aussichtsdeck dauert nur 46 Sekunden; die Geschwindigkeit liegt bei 9 m/s. Uns war ziemlich schwindlig, als wir oben ankamen, der Kreislauf spielte erst einmal verrückt. Nachdem wir uns an die Höhe gewöhnt hatten, genossen wir den einmaligen Ausblick auf die Stadt. Leider war es etwas bewölkt an diesem Tag.



In 250 Metern Höhe gibt es ein Schwimmbad, das dass höchstgelegene der Welt ist. Die unteren 50 Stockwerke werden als Büroräume genutzt. In den oberen 38 Stockwerken befindet sich das 5-Sterne Grand Hyatt Hotel mit 555 Zimmern. Das Hotel-Atrium beginnt im 53. Stock und endet im 87. Stock, in dem sich die mit 285 m² größte Suite[ des Hotels befindet. Mit 152 Metern Höhe und 27 Metern Durchmesser ist es das größte Atrium der Welt; vom 52. Stock aus führt der längste Wäscheschacht der Welt bis in den Keller.








Unser Reiseführer hatte uns vor dem Spaziergang am "Bund" auf eine kulturelle Besonderheit aufmerksam gemacht - Spaziergänger in Schlafanzügen. So recht wollten wir ihm das nicht glauben, doch kaum aus dem Bus gestiegen, kamen uns schon die ersten Chinesen in Pyjamas entgegen. Ein Schmunzeln konnten wir uns natürlich nicht verkneifen. Zwischenzeitlich ist man behördlicherseits bemüht, diese „Unsitte“ zu verbieten, denn es sei „unzivilisiert“, sagen die Stadtväter und rücke die Stadt in ein schlechtes Bild. Die Einwohner sehen das natürlich anders, denn ein hübscher Pyjama gilt als Zeichen des Wohlstandes und ist außerdem sehr bequem. Ich denke, man sollte den Chinesen ihrer auf der Welt einmaligen "Schlafanzugtradition" nicht beraumen, denn es ist unheimlich sympathisch, wie sie so unbefangen daherkommen in ihren Schalfanzügen. Der Bund ist übrigens eine 1,5 Kilometer lange Uferpromenade, die gegenüber der Sonderwirtschaftszone Pudong am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses liegt. Am Bund stehen 52 Häuser unterschiedlichster Architekturstile, diese zählen zu einer der Haupttouristenattraktionen Shanghais.





Shanghai by Night lässt Las Vegas glatt erblassen. Überall Leuchtreklamen und bunt blinkende Lichter. Besonders schön ist die Altstadt illuminiert.