Heute hängen in meinem Büro diverse Leuchtturmbilder. Leuchttürme aus Keramik und Holz stehen dekorativ verteilt in einigen Ecken der Wohnung. Meine Faszination ist ungebrochen, denn mit den Leuchttürmen verbinde ich die Vorstellung sowohl vom weiten blauen und ruhigen, als auch vom stürmisch aufbrausend tosendem Meer, von Freiheit, Fernweh und Abenteuer. Leuchttürme bringen Licht in die Dunkelheit. Sie weisen den Weg über gefährliche Klippen - hinein in den sicheren Hafen...
Als ich in letzte Woche in meiner Lieblingsbuchhandlung herumgestöbert habe, fiel mir das „Lexikon der Leuchttürme“ auf, dessen Cover ein rot-weißer Leuchtturm ziert. Ich konnte nicht widerstehen und habe mir das Buch gekauft. 300 der bedeutendsten und schönsten Leuchttürme der Welt sind darin abgebildet. Drei von den 300 erwähnten Leuchttürmen, also immerhin schon 1%, habe ich auf Reisen gesehen. Es sind der „Needles Point“ auf der Ilse of Wight, „La Corbiere“ auf der Insel Jersey und die beiden Leuchttürme am Kap Arkona auf der Insel Rügen. In meinem Fotoarchiv habe ich noch drei weitere Leuchttürme gefunden, die ich auch besonders schön finde. Leider sind sie in dem Buch nicht erwähnt: Der „Far de Porto Colom" auf Mallorca, der Leuchtturm auf der isländischen Halbinsel Reykjanes, erbaut auf einem Vulkankegel und der Leuchtturm „Smeaton’s Tower“auf dem „Hoe“ in Plymouth.
Wie die Geschichte der Leuchttürme begann, ist heute nicht mehr genau bekannt. Im östlichen Mittelmeer gab es schon Jahrhunderte vor Christi Geburt regen Seehandel – und wohl auch Leuchtfeuer, um auch bei widrigen Verhältnissen den Heimathafen zu finden.Mindestens zwei antike Feuer sind überliefert, die um 300 v. Chr. entstanden: Der Koloss von Rhodos und Pharos von Alexandria. Allerdings ist unsicher, ob der Koloss wirklich als Leuchtfeuer diente. Er soll nur wenige Jahrzehnte gestanden haben, bis er 224 v. Chr. einstürzte. Der ägyptische Turm ging hingegen erst 1303 bei einem Erdbeben verloren.
Die Seefahrt suchte schon zu Beginn nach einfachen Wegen, den Seefahrern „heimzuleuchten“. Fackeln und kleine Feuer wiesen den Fischern nachts ihren Weg. In Westeuropa war wohl der „Herkulesturm“ im galizischen A Coruña, Spanien einer der ersten. Auch der Leuchtturm Hook Head in Irland wird zu den ersten gezählt. Er wurde angeblich 1172 über den Klippen des südirischen Ortes in der Grafschaft Wexford bei Waterford erbaut. Bei der Recherche im Internet habe ich festgestellt, dass es sehr viele Leuchtturmfans gibt und das div. Reiseveranstalter Leuchtturmreisen anbieten. Das wär ja auch mal etwas besonderes, denn einige Leuchtürme liegen im Meer und da kommt mann nicht so einfach ein. Ich hoffe, dass zu meiner bislang noch bescheidenen Leuchtturm-Fotosammlung noch einige Prachtexemplare dazu kommen (sie müssen ja nicht unbedingt rot-weiß sein...)
Natürlich habe auch ich als Leuchtturmfan meinen Sergio Bambaren und "Der Traum des Leuchturmwärters" gelesen und auch die anderen Büchern aus seiner Feder, die von den Geheimnisses des Meeres erzählen. Es sind kluge und weise Bücher, die bei der derzeitigen Maikühle zum Träumen von Sonne, Strand und Meer einladen. Um sich einen Überblick über die Leuchttürme auf unserer Erde zu verschaffen, empfehle bei einen Blick auf die Seite:
Leuchtturm Atlas
Und hier ist meine Leuchtturm-Fotogalerie
errichtet auf einem Vulkankegel.
"Far de Porto Colom", Mallorca
„Smeaton’s Tower“, Plymouth
Kap Arkona, Rügen
"La Corbiere“, Insel Jersey
„Needles Point“, Ilse of Wight.