
Wiegte die Träume des Frühlings in mir.
Unermessliches Meer, tückisch dem Seemann,
Zeige dich mild in den reifen Weh´n meiner Herbstzeit.
Welle, die du mit kosendem Murmeln
Auf Dünen dich bettest, an bitter gewachsenen Kraut,
Wiege, wiege mein Herz, wie die Mutter das Kind,
Still´es mit Blau und salzigem Dunst.
Fernab der Städte will ich auf düsteren Klippen
Starre, quälend fixe Ideen zerrütteln,
Meine Gedanken, ruhigen Alkyonen gleich,
Steigen hinauf in unendlichen Raum.
Jean Moréas
(frz. Dichter 1856 - 1910)