Eine Biene umschlossen
Irisblütenblau
© Capri

(Megs Garden, Iris 2009)
Die Iris (Schwertlilien), die zurzeit im Garten blüht, hat die Menschen zu allen Zeiten und in den unterschiedlichsten Kulturen begeistert. Sie wurde sowohl auf orientalischen Zeichnungen als auch auf impressionistischen Gemälden verewigt. Ihre Blüten von orchideengleicher Schönheit inspirierten unter anderem Maler wie Monet oder van Gogh. Im Jugendstil spielte die Iris sogar eine Hauptrolle in der Innenarchitektur, denn sie war neben der Lilie und der Seerose eines der bevorzugten Motive und zierte Glasfenster, Tapeten, Porzellan und wertvolle Stoffe. Benannt wurde die Pflanze mit den ornamentalen Blüten nach der griechischen Götterbotin Iris.
Iris, die Götterbotin vermittelte zwischen den Göttern und den Menschen. Ihr Symbol war der Regenbogen als Brücke zwischen Himmel und Erde. Dargestellt wurde die Götterbotin Iris, ähnlich Gott Hermes mit Heroldstab und Flügelschuhen, da ihr nachgesagt wurde, sie käme bis an die Grenzen der Welt. Die Regenbogenfarben wurden als „Farben der Iris“ bezeichnet.

(Vincent van Gogh: Schwertlilien, Saint-Rémy, Mai 1889)
Regenbogengleich ist auch das Farbenspektrum der Irisblüten. Die Gattung ist äußerst vielseitig und reicht von der Zwergschwertlilie, die nur 20 Zentimeter hoch wird, bis zur eindrucksvollen holländische Iris, die eine Höhe von etwa 60 bis 80 Zentimetern. erreicht. Auch die Blütezeit ist nicht einheitlich, einige Iris blühen schon im Frühjahr, andere erst im Sommer.
Die vorherrschende Blütenfarbe der Iris ist jedoch Blau, die alle denkbaren Schattierungen umfasst - das Spektrum reicht vom zarten Lichtblau bis hin zum intensiven Dunkelblau und Violett.
Die in der Heraldik verwendete „Lilie“, etwa die berühmte Wappenlilie der Bourbonen, Fleur-de-Lis, ist eine stilisierte Schwertlilie.

(Vincent van Gogh: Schwertlilien, Saint-Rémy, 1890)
Metropolitan Museum of Art NYC