Wie's vor lauter Freude weinet!
Freut sich, dass die Sonne scheinet!
Schmetterlinge, fliegt herbei,
Sagt ihm doch, wie schön es sei!

Diese Verszeilen stammen aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe. Die ersten Veilchen stehen zurzeit in voller Blüte. Die Duftveilchen haben den Blütenreigen eröffnet. Die Veilchen (Viola) sind eine Gattung der Familie der Veilchengewächse (Violaceae), die rd. 500 Arten umfasst. Dazu gehören so beliebte Arten wie das Hornveilchen, das Stiefmütterchen, das Waldveilchen, das Pfingstveilchen und das Parmaveilchen u. v. m. Nach den Duftveilchen blüht das Parmaveilchen, es schließen sich das Wald- und das Hainveilchen an, unmittelbar gefolgt vom Pfingstveilchen. Von Mai bis August ist die Blütezeit der Hornveilchen. Im Frühjahr sowie im Herbst erfreut die das große Farbenpalette der Stiefmütterchen. Mitunter bringt das Duftveilchen noch eine zweite Blüte im Herbst und beendet den jährlichen Veilchenreigen.

Die Duftveilchen gelten als bescheiden, da sie oft im Verborgenen blühen. Sie symbolisieren Demut, Bescheidenheit, Geduld, Anstand, Paradies, Frühling und Hoffnung, Treue und Liebe. Viele Dichterworte und Lieder sind dem Veilchen gewidmet, ferner zahlreiche Verse, die Eingang in die Poesiealben fanden:
„Sei wie das Veilchen im Moose,
bescheiden, sittsam und rein
und nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein.“
In der "emanzipierten" Version lautet dieser Vers:
„Sei nicht wie das Veilchen im Moose:
sittsam, bescheiden und rein.
Du kannst ruhig wie die stolze Rose
ein bisschen stachelig sein!“ ...