Lichtkapelle in Beitostolen

Die Lichtkapelle von Beitostolen (Norwegen) wurde im Gedenken an Erling und Anna Stordahl gebaut. Das Ehepaar hatte ein reiches aktives Leben. In ihrem Testament verfügten sie, dass ihr Nachlass zum Bau einer Kapelle in Beitostolen genutzt werden sollte.



Der Fylkesmann von Oppland etablierte die private Stiftung: „Anna und Erling Stordahls Andenken“. Ein repräsentativer Vorstand wurde als Verantwortlicher für das Projekt ausgewählt. Die Stiftung nahm sich dem Bau der Kapelle an, deren Pläne Anna und Erling entworfen hatten.



Die Pläne umfassten auch ein Gesundheitszentrum, in dem Besucher einen Eindruck durch Bilder, Musik und Ausstellungen über Annas und Erlings Leben und Wirken gewinnen können. Eine vollständige Umsetzung aller Pläne belief sich auf eine Summe von ca. 2,5 Mio. Kronen. Durch den Beitrag von vielen früheren Freunden des Ehepaares und Zuschüssen von Vereinen, der Wirtschaft, von Gemeinden und des Landes und nicht zuletzt durch den Einsatz der Angestellten des Beitostolen Gesundheitszentrums - war es möglich, die Kapelle zu errichten. Eine bedeutende Summe zur Finanzierung der großen Glasmalerei wurde von dem Sportverband der Blindenmission, des Gustav-Nielsens-Ehrenfonds gespendet.



Eine Besonderheit besteht darin, dass kein Architekt hinter dem Projekt stand. Der Vorstand wägte verschiedene Möglichkeiten ab und entschied, sich an Kirsten und Erik Rostal in Vestre Slidre zu wenden, da man wusste, dass sie ein Kirchenmodell beisaßen, das in Zusammenarbeit mit Herbert Mollenhauer entwickelt wurde. Das Baukomitee bat Kirsten Rostbolle die Vision, die dem Kirchenmodell zu Grunde lag, umzusetzen und die Künstler auszusuchen, die der Verwirklichung der Kapelle mitwirken sollten.

Die Brüder Kjell Arne und Sigmund Arseth dekorierten und vergoldeten. Der Künstler Ferdninad Finne entwarf die Glasmalerei. Kirsten Rostboll reiste nach Deutschland, um zusammen mit dem Glaskünstler Harald Stephan, die Zeichnungen Finnes umzusetzen, die die Front der Kapelle schmücken.



Die Lichtkapelle, mit Zimmermeister Herbert Mollenhauer und Tischler Kjell Arne Batewik gebaut, wurde am 31. Oktober 2000 von der norwegischen Bischöfin Rosemarei Kohn gesegnet. Zugegen bei diesem Festakt war auch die norwegische Prinzessin Märtha Louise.



Patienten und Angestellte des Gesundheitszentrums in Beitostolen sowie zahlreiche Besucher, haben nun Zugang zu dieser besonderen Kapelle, die für kirchliche Handlungen, zur stillen Meditation, aber auch für Konzerte genutzt wird.