Plymouth

Plymouth liegt in der Grafschaft Devon am Plymouth Sound und wurde erstmals unter dem Namen Sutton 1231 erwähnt. 1439 erhielt es Stadtrecht und seinen heutigen Namen. Seit dem 16. Jahrhundert war Plymouth der Ausgangspunkt mehrerer Übersee-Expeditionen von Sir Walter Raleigh, Sir Francis Drake und James Cook. Die englische Flotte segelte 1588 von Plymouth ab, um die Spanische Armada zu bekämpfen. Auf der berühmten Rasenfläche, der so genannten Hoe, soll Sir Francis Drake in aller Ruhe noch sein Bowl-Spiel beendet haben, bevor er die angreifende Spanische Armada bekämpfte. 1620 fuhren von hier die Pilgerväter mit der Mayflower nach Amerika. Im Hafen hat man die Stelle mit einem Punkt markiert, wo die Mayflower ablegte. Plymouth ist heute Standort der königlich-britischen Marinewerft. Der Marinestützpunkt Devonport im Westen der Stadt ist der größte Marinehafen Westeuropas. Plymouth ist also aus geschichtlicher Sicht eine hoch interessante und sehr bedeutungsvolle Hafenstadt. Bei so berühmten Seefahrern, die von Plymouth aus starteten, um die neue Welt zu entdecken, sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass hier im Schutz der Dunkelheit auch die Piraten vor Anker gingen, um sich in finsteren Hafenkneipen einen hinter die Augenklappe zu kippen…



Nachdem unsere Reisegruppe auf der Südengland-Rundreise alle Sehenswürdigkeiten von Plymouth erkundet hatte, fuhren wir zurück ins Hotel, um alsbald nach dem abendlichen Genuss eines kräftigen Schluck Guiness, in unsere Kojen zu entschwinden. Doch was entdeckte plötzlich mein müdes Auge in der Lobby des Hotels… Konnte ich meinen Augen wirklich trauen?... Der größte Piraten aller Zeiten war im noblen „Jurys Inn“ vor Anker gegangen: Sir Käpt´n Jack Sparrow! Himself! Seine königliche Piratenhoheit stand auf einmal in voller Größe und in all seiner Pracht vor mir! Mutig ging ich auf Jack Sparrow zu und fragte ihn: „Sparrow? – Jack Sparrow?- You are really Jack Sparrow? Sparrow grinste mich mit einem breiten Lächeln an und ich erkannte: „O godness, he is!!! WOW!“



Ich schlich mich heran und stellte ihm die Frage: „Can I make a picture, please?“ Sparrow fühlte ich sehr geschmeichelt, als ich ihm sagte, wie guuuut er aussähe. Ich durfte ihm sogar an den Bart gehen und reichlich weiter „um den Bart gehen.“ Von so vielen Komplimenten sichtlich hingerissen, warf er sogleich seinen Kopf in den Nacken antworte: „Of course, you can!“ Und schon posierte er gekonnt vor meiner Kamera. Jack erwies sich als echter Kumpel und Gentleman, denn huldvoll winkte ich mich heran und lud mich ein, neben ihm zu posieren.



Dann lichtete Jack Sparrow die Anker. Er hob den Säbel in die Höhe, pfiff seine Piratenbande zusammen, um in See zu stechen... oder mit dem Autobus in die nächste Piratenkneipe zu fahren...



Der alte Leuchtturm wird ihm auf jeden Fall den Weg weisen, wenn es mal wieder in Plymouth vor Anker gehen möchte... Ahoi Jack!