Jökulsárlón

Der See Jökulsárlón (dt. „Gletscherflusslagune“) ist der bekannteste und größte einer Reihe von Gletscherseen in Island. Er liegt am Südrand des Vatnajökull auf dem Breiðamerkursander zwischen dem Skaftafell-Nationalpark und Höfn. Mit 150 m ist er der dritttiefste See Islands.



Der Jökulsárlón wird durch die auf ihm treibenden Eisberge charakterisiert, die eine Höhe von bis zu 15 m erreichen. Sie lösen sich von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull ab.



Man kann am Ufer des Sees vor der Kulisse weit umherwandern (zahlreiche Wege und Trampelpfade) und die oft dreifarbigen Eisberge bewundern. Das Blau im Eis rührt von verschiedenen Kristallen und deren Reflexion her, das Schwarz von vulkanischer Asche.



In den Monaten Juni und Juli nisten die Großen Raubmöven (Skúa) nahe dem Gletschersee.



Weiterhin gibt es im Jökulsárlón Seehunde.



Der kurze Fluss aus diesem See heißt Jökulsá á Breiðamerkursandi, wie viele andere in Island auch. Er wird von einer Brücke der Ringstraße (Hringvegur) überspannt, die teilweise direkt neben dem See verläuft. Wegen der Meeresbrandung und der damit verbundene Erosion der Küste, wird die Gefahr, dass die Brücke unterspült wird, immer größer. Dadurch würde die Ringstraße an der Stelle verschwinden, die Jökulsá ebenfalls, und der See sich in eine Meeresbucht verwandeln.



Dieser Gletschersee ist unglaublich schön. Hier noch ein paar weitere Fotoimpressionen vom Jökulsárlón, aufgenommen auf meiner Rundreise im Mai 2007.



Die bizarren Eisfomationen dürften mittlerweile geschmolzen sein, jedoch es bilden sich immer wieder neue, durch die Abbrüche am Gletscher...





Mit einem Amphibienfahrzeug kann eine beeindruckende Land-/Bootstour auf dem Jökulsárlón machen.