SHAKE IT OUT

Was für eine geniale Performance! Was für ein grandioses Duett! Die gemeinsame Interpretation von Ivy Quainoo und Florence and the machine bei "The Voice of Germany" sorgt für Gänsehaut und gefällt mir besser als die Originalversion... Glückwunsch Ivy & Florence!


Zu Gast in der Peking-Oper

Ein totaler Gegensatz zur berühmten Opéra Garnier in Paris, von der ich sehr angetan bin, ist die Oper in Beijing. Die Aufführungen, die in der nicht minder berühmten „Peking-Oper“ stattfinden sind arg gewöhnungsbedürftig für unsere Ohren. Logisch, denn es ist ein völlig anderer Kulturkreis. Jedoch wenn man in Peking ist, gehört ein Besuch in der Peking-Oper dazu. Es ist quasi ein „Muss“ für alle Touris und ein Ereignis, das man nie mehr vergisst. In der Peking-Oper sind Gesang, Rezitation, Pantomime und Akrobatik miteinander verbunden. Zum Glück haben die Veranstalter ein Herz für „westliche Ohren“, denn die Aufführungen für ausländische Gäste sind abgespeckt und dauern lediglich 60 Minuten. Chinesen dagegen halten es bis zu drei Stunden und länger aus, berichtete unser Reiseleiter. Wenngleich man nichts versteht vermitteln die speziellen Aufführung für Touristen einen kleinen Einblick in diese einzigartige Kunstform. Die hohen Stimmen der Sängerinnen und Sänger, der permanente Singsang und das ohrenbetäubende Pling, Pling, Plong der Instrumente, benebelt wahrlich alle Sinne. Nach der Aufführung war ich fix und fertig, gleichzeitig restlos begeistert von den tollen Kostümen, einzigartigen Masken, den Tanz- und Kampfszenen. Und Natürlich geht auch in der Peking-Oper um die weltumspannenden Themen wie Liebe und Eifersucht, Gut gegen Böse, alte Mythen und Legenden. Nach der Aufführung konnten wir die Darsteller, die zum Teil große Stars in China sind, im Foyer bewundern.



Die Peking-Oper kann auf eine 150jährige Geschichte zurückblicken. Ihre Entstehung geht auf die Regierungsperiode von Kaiser Qianlong (1736-1795) der Qing-Dynastie zurück. Während einer Inspektionsreise südlich des Yangtse interessierte sich dieser für Lokalopern, und an seinem 80. Geburtstag im Jahre 1790 berief er lokale Operntruppen aus verschiedenen Teilen des Landes zu Vorführungen nach Beijing. Die vier wichtigsten Truppen aus der Provinz Anhui blieben dann in der Hauptstadt, um den Kaiser zu vergnügen. Sie verdrängten allmählich die Kunqu-Oper, die bis dahin am Hof und bei der Oberschicht dominierend gewesen war. Im Jahre 1828 kam dann noch eine Operntruppe aus der Provinz Hubei nach Beijing und teilte mit den Anhui-Truppen die Bühne. Dabei wurden sowohl Erhuang- als auch Xipi-Melodien gesungen. Diese Vorführungen wurden allgemein Pihuang genannt und stellten Vorläufer der Peking-Oper dar. Gesungen wird in der Peking-Oper nach festgelegten Melodien, die aber im Rhythmus variieren und gut die Gefühle und die seelische Verfassung der verschiedenen Charaktere in unterschiedlichen Situationen ausdrücken. Die Peking-Oper weist Dialoge und Monologe auf. Rezitiert wird in Beijing-Dialekt mit und ohne Reim. Jede Bewegung, wie sich am Bart zupfen, sich den Hut zurechtrücken, die Ärmel schütteln oder den Fuß heben, folgt stilisierten Mustern, hat symbolischen Gehalt und ist genau festgelegt. Feine Veränderungen bringen hier unterschiedliche emotionale Intensität der verschiedenen Charaktere zum Ausdruck.

Bei Youtube habe ich einen schönen Mitschnitt gefunden. Dank an dieser Stelle an den "wackeren Filmer"... Und nun "Vorhang auf!" für 9 Minuten Peking-Oper. Viel Spaß dabei...

Februar

14.02.2012: Vatentinstag

Es ist Unsinn - sagt die Vernunft.
Es ist was es ist - sagt die Liebe.
Es ist Unglück - sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz - sagt die Angst.
Es ist aussichtslos - sagt die Einsicht.
Es ist was es ist - sagt die Liebe.
Es ist lächerlich - sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig - sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich - sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist - sagt die Liebe.

Erich Fried




10.02.2012:
Auch unser "Eisbach" zeigt sich im winterlichen Kleid...



09.02.2012:
Sie dürfte das gegenwärtige Wetter "bärig gut" finden. Die hübsche Eisbärin lebt im Münchner Zoo Hellabrunn und ist im letzten Jahr ein neues und großes Freigehege umgezogen.


06.02.2012:
Überraschung am Arbeitsplatz. Der Winter beschenkt mich mit Eisblumen am Fenster. So macht der Start in die neue Arbeitswoche doch Freude...



05.02.2012:
Der Sonntag, macht seinem Namen alle Ehre. Die Sonne scheint, es ist kein Wölchen am Himmel auszumachen. Der 5.6.2012 ist bitterkalt, zweistelligen Minustemperaturen lassen uns bibbern. Dennoch es ist ein wunderschöner Wintertag im Park am Herrenhaus Sickte...



02.02.2012:
Nun gibt es doch noch ein Winterintermezzo. Aufgrund der milden Temperaturen im Dezember und Januar glaubte man schon gar nicht mehr an Frost und Schnee... Von der ersten dünnen Schneedecke waren die Kinder bei uns begeistert. Sofort haben sie tolle Bilder in den Schnee gezeichnet...

Opéra Garnier (Außen)


Reich verziert präsentiert sich die Opéra Garnier auch von außen. Unter strahlend blauem Himmel glänzen die vergoldeten Figuren auf dem Dach. Bogenpfeiler tragen die unteren Fassade mit allegorischen Skulpturenschmuck: die lyrische Poesie, die Musik, das Idyll, die Deklamation, der Gesang, das Drama, der Tanz und das lyrische Drama. Über den Bogen sieht man Medaillons mit Abbildungen von Cimarosa, Haydn, Pergolesi und Bach. In den Nischen über der Loggia sind vergoldete Bronzebüsten großer Komponisten wie Halévy, Meyerbeer, Rossini, Auber, Spontini, Beethoven und Mozart angebracht. Auf der Attika stehen Bronzegruppen der lyrischen Poesie mit den Musen und den Genien des Ruhmes. Die riesige Kuppel krönt eine Apollostatue, flankiert von Pegasusfiguren...




Blick vom Balkon der Oper auf den Vorplatz


Die Rückseite der Opéra Garnier


Auch am Abend ein echter Hingucker...
Eichdach wunderschön ist sie - die alte Oper von Paris...

Opéra Garnier (Innen)

Einer der schönsten Bauten in Paris ist für mich die Opéra Garnier. Es ist empfehlenswert, an einer öffentlichen Führung teilzunehmen oder gar eine Opernaufführung zu besuchen. Die beste Reisefreundin et moi, bekamen die Gelegenheit, sogar eine Opernpremiere zu sehen. Liebe Freunde haben uns die Premierenkarten geschenkt. Es war eine riesengroße Überraschung und ein unvergessliches Erlebnis. Wir hatten sogar Logenplätze und fühlten uns dort auf Plätzen aus roten Samt zurückversetzt in die Zeit der „Belle Époque“...



Die Oper wurde von 1860 bis 1875 durch Baumeister und Architekt Charles Garnier im Auftrag von Napoléon III. erbaut. Das Innere der Oper ist einfach überwältigend und von neobarocker Pracht. Marmor, Gold, roter Samt, prachtvolle Kronleuchter, Gemälde, darunter das berühmte Deckengemälde im Zuschauerraum von Marc Chagall. Man schaut sich um mit großen Augen und kommtaus dem Staunen nicht heraus - beim Flanieren durch „Le grand Foyer“ , über die breiten Treppen, Flure und Gänge…


Gedanken an das „Phantom der Oper“ drängen sich auf, denn tatsächlich ist dieses Opernhaus der Originalschauplatz der fantastischen Geschichte des Phantoms. Realer Hintergrund sind mysteriöse Geräusche aus dem Untergrund während der ersten Aufführungen sowie ein nie völlig aufgeklärter Unfall, bei dem das Gegengewicht des tonnenschweren Kronleuchters am 20. Mai 1896 herunterstürzte und die 56jährige Concierge Madame Chomette aus der Rue Rochechouart tötete. Diese Ereignisse und die Angst der Theaterleute vor dem unheimlichen Keller, seinen labyrinthartigen Gängen und dem ihnen unbekannten Grundwassersammelbecken schufen den Mythos rund um den „Operngeist“…



Einen interessanten Film zum Bau der Oper gibt es hier zu sehen:
Die Pariser Opéra Garnier (Ausschnitt) - videos.arte.tv

Und zu Opéra direkt geht es hier entlang:
www.operadeparis.fr

Januar

In Me­mo­ri­am
23. September 1924 - 29. Januar 2002
(10. Gedenktag)


Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann,
ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen,
die an ihn denken.


2012 - Das Jahr des Wasser-Drachen



Das Jahr 2012 steht nach dem chinesischen Horoskop im Zeichen des Wasser-Drachen. Der Drachen ist in Asien, besonders auch in China ein Glücksbringer, der einem allerorts begegnet. "Jetzt herrscht wieder Aufbruchsstimmung. Es erwarten uns aufregende Zeiten“ verspricht das chinesische Jahreshoroskop. „Wir sind aufgefordert, die Ärmel hochzukrempeln und ehrgeizige Projekte in Angriff zu nehmen. Der Durchbruch, von dem wir träumen, ist jetzt möglich!“…

Also in diesem Sinn auf ein gutes neues Jahr. Möge der Wasser-Drache dafür sorgen, dass sich alle Träume und Wünsche erfüllen …

ZAZ - Je veux

... ein echter Ohrwurm und "Gute-Laune-Song! Merci ZAZ! ...



Je veux
Donnez moi une suite au Ritz, je n'en veux pas !

Des bijoux de chez CHANEL, je n'en veux pas !
Donnez moi une limousine, j'en ferais quoi ? papalapapapala
Offrez moi du personnel, j'en ferais quoi ?
Un manoir a Neufchatel, ce n'est pas pour moi.
Offrez moi la Tour Eiffel, j'en ferais quoi ? papalapapapala

Je Veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur,
ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur,
moi j'veux crever la main sur le coeur (papalapapapala)
allons ensemble, découvrir ma liberté,
oubliez donc tous vos clichés,
bienvenue dans ma réalité.

J'en ai marre de vos bonnes manières, c'est trop pour moi !
Moi je mange avec les mains et j'suis comme ça !
J'parle fort et je suis franche, excusez moi !
Finie l'hypocrisie moi j'me casse de là !
J'en ai marre des langues de bois !
Regardez moi, toute manière j'vous en veux pas et j'suis comme çaaaaaaa (j'suis comme çaaa) papalapapapala

Je Veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur,
ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur,
moi j'veux crever la main sur le coeur (papalapapapala)
allons ensemble, découvrir ma liberté,
oubliez donc tous vos clichés,
bienvenue dans ma réalité!

ZAZ - Je Veux

... ein echter Ohrwurm ...



Je veux
Donnez moi une suite au Ritz, je n'en veux pas !

Des bijoux de chez CHANEL, je n'en veux pas !
Donnez moi une limousine, j'en ferais quoi ? papalapapapala
Offrez moi du personnel, j'en ferais quoi ?
Un manoir a Neufchatel, ce n'est pas pour moi.
Offrez moi la Tour Eiffel, j'en ferais quoi ? papalapapapala

Je Veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur,
ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur,
moi j'veux crever la main sur le coeur (papalapapapala)
allons ensemble, découvrir ma liberté,
oubliez donc tous vos clichés,
bienvenue dans ma réalité.

J'en ai marre de vos bonnes manières, c'est trop pour moi !
Moi je mange avec les mains et j'suis comme ça !
J'parle fort et je suis franche, excusez moi !
Finie l'hypocrisie moi j'me casse de là !
J'en ai marre des langues de bois !
Regardez moi, toute manière j'vous en veux pas et j'suis comme çaaaaaaa (j'suis comme çaaa) papalapapapala

Je Veux d'l'amour, d'la joie, de la bonne humeur,
ce n'est pas votre argent qui f'ra mon bonheur,
moi j'veux crever la main sur le coeur (papalapapapala)
allons ensemble, découvrir ma liberté,
oubliez donc tous vos clichés,
bienvenue dans ma réalité!

Pina Bausch


Die deutsche Choreografin und Tänzerin Pina Bausch (1940 - 2009) war die Grande Dame des internationalen Tanztheaters und eine Kultfigur. Als ich 2010 an einer Führung durch die Opéra Garnier teilgenommen habe, war ich sehr berührt, als ich die Hommage der Oper für Pina Bausch gesehen habe. Ein riesengroßes Portrait erinnert an das Wirken der großartigen Künstlerin, die auch an der Pariser Oper Meilensteine gesetzt hat.


Erfreulich ist in Erinnerung an Pina Bausch auch, dass der Film „pina“ von Wim Wenders für den Oskar 2012 in der “Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert ist. Wenders würdigt seinem brillanten Film ebenfalls die Arbeit von Pina Bausch und hat ihr auf seine Weise ein fantastisches Denkmal gesetzt. Die Tänzerinnen und Tänzer, des von Pina Bausch aufgebauten Tanztheaters Wuppertal, beeindrucken mit ihrer Leidenschaft für den Tanz.


Derweil sich hierzulande alle über die Oscar-Nominierung freuen, probt das Ballett der Pariser Staatsoper die Tanzszenen in der Oper „Orpheus und Eurydike“ nach der Choreografie von Pina Bausch. Vom 04. bis 16. Februar 2012 wird Orpheus und Eurydike an der Opéra Garnier aufgeführt. Orpheus und Eurydike wurde 2005 ins Repertoire des staatlichen Balletts der Pariser Oper aufgenommen. Bereits 1975 hat Pina Bausch das Werk des deutschen Komponisten Christoph Willibald Gluck choreographiert und neu interpretiert. Dabei hat sie sich vom glücklichen Ende entfernt, um sich auf die Trauer und Hoffnungslosigkeit des Orpheus zu konzentrieren, der nicht die Macht hat, seine Geliebte Eurydike wieder in die Welt der Lebenden zurückzuholen. Die Hauptfiguren, bewegen sich wechselnd zwischen Tanz und Gesang, in einer sehr reinen Inszenierung über die Bühne, heißt es in der Ankündigung. Die Aufführung sei von überwältigender Schönheit! ... so wie die Tanzszenen der Companie von Pina Bausch in dem Wenders Film "Pina"...


ZAZ - Dans ma rue

... und weils so schön ist, hier noch ein Video von ZAZ ....




Dans ma rue

J'habite un coin du vieux Montmartre,
mon père rentre saoul tous les soirs,
et pour nous nourrire tous les quatres,
ma pauvre mère travaille au lavoir.
quand j'suis malade, j'reste à ma fenêtre,
j'regarde passer les gens d'ailleurs.
quand le jour vient à disparaitre,
y'a des choses qui me font un peu peur.

dans ma rue y'a des gens qui s'promènent,
j'les entends chuchoter et dans la nuit
quand j'm'endore bercée par une rengaine,
j'suis soudain réveillée par des cris,
des coups de sifflet, des pas qui trainent
qui vont qui viennent,
puis le silence qui me fait froid dans tout le coeur.

dans ma rue y'a des ombres qui s'promènent,
et je tremble et j'ai froid et j'ai peur.

mon père m'a dit un jour : ma fille
tu vas pas rester là sans fin,
t'es bonne à rien ça c'est de famille
faudrait voir à gagner ton pain.
les hommes te trouvent plutôt jolie,
tu n'auras qu'à partir le soir,
y'a bien des femmes qui gagnent leur vie
en s'baladant sur le trottoir.

dans ma rue y'a des femmes qui s'promènent,
j'les entends fredonner et dans la nuit
quand j'm'endore bercée par une rengaine,
j'suis soudain réveillée par des cris,
des coups de sifflet, des pas qui trainent
qui vont qui viennent,
puis ce silence qui me fait froid dans tout le coeur.

dans ma rue y'a des femmes qui s'promènent
et je tremble et j'ai froid et j'ai peur.

et depuis des semaines et des semaines
j'ai plus de maison, j'ai plus d'argent
j'sais pas comment les autres s'y prennent,
mais j'ai pas pu trouver de client.
j'demande l'aumône aux gens qui passent,
un morceau de pain, un peu de chaleur.
j'ai pourtant pas beaucoup d'audace,
maintenant c'est moi qui leur fais peur.

dans ma rue, tous les soirs j'me promène,
on m'entend sangloter et dans la nuit
quand le vent jette au ciel sa rengaine
tout mon corps est glacé par la pluie.
et j'en peux plus, j'attends qu'enfaite
que le bon Dieu vienne,
pour m'inviter à m'réchauffer tout près de lui.

dans ma rue y'a des anges
qui m'ammènent,
pour toujours mon cauchemar est fini.

ZAZ - Les passents

... ich liebe es, was für ein tolles Chanson, was für eine tolle Stimme ...



Les passents

Les passants passant, je passe mon temps à les regarder penser
Leurs pas pressés dans leurs corps lésés
Leurs passé se dévoile dans les pas sans se soucier

Que suspicieuse, à l'affût, je perçois le jeu de Pan
Leurs visages comme des masques me font l'effet répugnant
Que faire semblant, c'est dans l'air du temps

Passe, passe, passera
La dernière restera

L'enfant n'est fait que de fêtes
Le fait est que l'effet se reflète à sa capacité de prendre le fait tel qu'il est
Sans se référer à un système de pensée dans sa tête

L'automne déjà, c'était l'été hier encore
Le temps me surprend, semble s'accélérer
Les chiffres de mon âge m'amènent vers ce mois rêvé

Chaque mois se joue
Dans des cycles différents, c'est marrant ces remous
Qui m'animent à travers le temps
D'un état à un autre, j'oscille inexorablement

Par les temps je cours à l'équilibre
Chaque jugement sur les gens
Me donne la direction à suivre
Sur ces choses en moi à changer, qui m'empêchent d'être libre

Les voix se libèrent et s'exposent
Dans les vitrines du monde en mouvement
Les corps qui dansent en osmose
Glissent, tremblent, se confondent et s'attirent irrésistiblement

Par les temps je cours à l'expression
Chaque émotion ressentie
Me donne envie d'exprimer les non-dits
Et que justice soit faite dans nos pauvres vies endormies

Das Geheimnis der Franzosen

Ich habe es ja schon immer geahnt, dass die Franzosen ein gut gehütetes Geheimnis haben. In der Tageszeitung habe ich in diesen Tagen einen interessanten Hinweis entdeckt, der dieses Geheimnis endlich lüftet. Es geht dabei um - wie könnte es anders sein - die berühmte französische Küche, die Haute Cusine, die Sterneköche, schlichtweg um das Land der Gourmets, um solche süßen und unwiderstehlichen Köstlichkeiten wie: Crème brûlé, Mousse au Chocolat, Macarons, Trüffel, Foie gras, Pot-au-feu, Coq au vin, Poule au pot, Cassoulet und und und. Nicht ohne Grund wurde das „gastronomische Mahl der Franzosen“ 2010 als immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt.

Der Verzehr all der vielen französischen Spezialitäten und Köstlichkeiten, bleibt natürlich nicht ohne Nebenwirkungen und so haben auch die Franzosen mit ihrem Gewicht zu kämpfen. Zumal es in den meisten französischen Familien üblich ist, die Hauptmahlzeit, also das warme Essen, am Abend einzunehmen. Ich habe es bei Freunden in Paris erlebt, es gibt fast immer drei Gänge: Vor-, Haupt- und Nachspeise. Dazu Wein - natürlement! Von späten Mahlzeiten wird hierzulande abgeraten, weil dies ja besonders „hüftfreundlich“ sein soll. Im Allgemeinen gelten die Franzosen als schlank, was natürlich nur einem Klischee entspricht. Ich habe schon viele vollschlanke Franzosen und vor allem auch gut gerundete Französinnen gesehen.

Wie ernst die Lage der Nation in Frankreich wirklich sein muss, belegen die Verkaufszahlen des Bestellers „Die Dukan Diät“. Im Buchtipp unserer Tageszeitung stand, dass das „Schlankheitsgeheimnis der Franzosen“, zurzeit auch den deutschen Büchermarkt erobert. Die „Dukan Diät“ wurde von dem französischen Ernährungsmediziner Dr. Pierre Dukan entwickelt und soll tatsächlich wirken...


Die Diät in verschiedenen Phasen durchgezogen, verspricht dauerhaften Erfolg ohne den berüchtigten „Jo-Jo-Effekt“. Millionen von Franzosen sollen es angeblich schon geschafft haben. Ich bin schon sehr gespannt, was mich bei nächste Paris-Visite erwartet, wahrscheinlich auf einem Salatblatt herumkauende und frustrierte Menschen, dünn wie Bohnenstangen oder schlank wie der Eiffelturm.

„Der Bestseller aus Frankreich, England und den USA nun endlich auch bei uns!“, wird gejubelt und weiter: „Dr. Dukans Diät besteht aus einem ausgeklügelten 4-Phasen-Programm: In der Angriffsphase werden nur eiweißlastige Nahrungsmittel wie Eier, Fisch und Fleisch verzehrt. Der Körper verliert so schnell an Kilos - ohne, dass Muskeln abgebaut werden. Die Aufbauphase erlaubt wieder Kohlenhydrate in Form von Gemüse. In der Stabilisierungsphase soll das erreichte Zielgewicht gehalten werden: Jetzt kehren Nudeln und Brot zurück - zwei Mahlzeiten pro Woche sind zum Schlemmen da. Danach beginnt die Erhaltungsphase: In Maßen ist alles wieder erlaubt. Nur ein Protein-Tag pro Woche verhindert, dass der Jo-Jo-Effekt auftritt. So ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung gut durchzuhalten.“

Das Buch wurde für den Deutschen Markt angepasst, die Vorlieben der Deutschen seien berücksichtigt, heißt es. Die angepriesenen 80 schmackhaften Rezepte, nach Plan von Dr. Dukan, sollen nun auch den Deutschen erfolgreich beim Abnehmen helfen…

Also ehrlich, mit einem Diätplan aus Frankreich kann ich mich wirklich nicht anfreunden. Ich habe schon einmal die berühmte "Toronto-Diät" ausprobiert und hatte bereits nach zwei Tagen genug von der faden Kohlsuppe. Wer die neue Diät aus Frankreich ausprobieren möchte, dem kann ich nur „Bon Appetit“ wünschen und empfehlen, sich den zauberhaften Film „Julie &Julia“ als Hommage an die Französische Küche anzusehen…

ZAZ - La pluie

Das wunderschöne Chanson von ZAZ und die Präsentation der Bilder passen so herrlich zu meinem derzeitigen "Paris-Winterblues"... und dem Wetter vor der Haustür - leider ohne Blick auf den Eiffelturm ;-) ...





La pluie


Le ciel est gris la pluie s'invite comme par surprise
elle est chez nous et comme un rite qui nous enlise
les parapluies s'ouvrent en cadence
comme une danse,
les gouttes tombent en abondance
sur douce France.

Tombe tombe tombe la pluie
en ce jour de dimanche de décembre
à l'ombre des parapluies
les passants se pressent pressent pressent sans attendre

On l'aime parfois elle hausse la voix elle nous bouscule
elle ne donne plus de ses nouvelles en canicule
puis elle revient comme un besoin par affection
et elle nous chante sa grande chanson
l'inondation

Tombe tombe tombe la pluie
en ce jour de dimanche de décembre,
à l'ombre des parapluies
les passants se pressent, pressent, pressent sans attendre

Tombe tombe tombe la pluie
en ce jour de dimanche de décembre
à l'ombre des parapluies
les passants se pressent pressent pressent sans attendre

et tombe et tombe et tombe, tombe
et tombe et tombe et tombe...

Paris, ein Fest fürs Leben...

Was denn Reiz von Paris ausmacht, habe ich mich schon oft gefragt. Ich kann die Euphorie, die diese Stadt in mir auslöst, einfach nicht erklären. Gewiss auch andere Länder haben schöne Hauptstädte. Einige davon gefallen mir sehr, jedoch ist und bleibt „das Herz Frankreichs“ meine Nummer 1 und die Nummer 1, der besten Reisefreundin von allen. Fotos und meine Paris-Bibliothek helfen, wenn mich mal wieder ein wehmütiger „Parisanfall“ überkommt. Die Wartezeit bis zur nächsten Reise in meine Lieblingsstadt ist halt immer zu lang...



Unzählige Künstler und Literaten erlagen und erliegen noch immer dem Charme dieser Stadt. Und so schrieb im Jahr 1950 einer der Größten von ihnen, nämlich kein geringerer als der Nobelpreisträger Ernest Hemingway, an einen Freund:

„Wenn du das Glück hattest, als junger Mensch in Paris zu leben, dann trägst du die Stadt für den Rest deines Lebens in dir, wohin du auch gehen magst, denn Paris ist ein Fest fürs Leben.“

Unter dem Titel „Paris ein Fest fürs Leben“ sind die Hemingways Erinnerungen bei „rororo“ veröffentlicht. Das Buch habe ich mehrmals gelesen, den Hemingway entführt in die aufregende Zeit der 1920iger Jahre in Paris.


„Als Hemingway, der Nobelpreisträger, 1956 mit seiner vierten Frau Mary nach Paris zurückkehrte, ließ er sich aus dem Keller des Hotels Ritz seine alten Koffer bringen. Sie enthielten Tagebücher und Aufzeichnungen aus den 1920igern, seiner Zeit als Auslandskorrespondent des Toronto Star. Hemingway nahm sich diese frühen Notizen vor und formte daraus den Roman seiner Pariser Jahre. Für ihn war es eine glückliche, prägende Zeit, als er an der Seine angelte, bescheidene Gewinne beim Pferderennen in Champagner umsetzte, mit Gertrude Stein, James Joyce, Ezra Pound und Scott F. Fitzgerald zusammenkam. Erst hier, in Gesellschaft der schon berühmten Kollegen, verschrieb er sich der Schriftstellerei. Hemingways letztes Buch führt zu seinen Anfängen zurück: „Paris, ein Fest fürs Leben“ ist eine Feier des Lebens und des Schreibens, ein Erinnerungsbuch voll jugendlicher Kraft und melancholischem Humor“, heißt es im Klappentext.

Ich gerate schnell ins Schwelgen, wenn ich an Paris denke. Jede Jahreszeit in dieser Stadt hat ihren Reiz. Jedoch am allerschönsten ist Paris wenn der Himmel blau ist und die Sonne scheint...



Alfred Kerr, Schriftsteller und Journalist (1867-1948), schrieb über Paris:

„Ich rate jedem, der sich schlecht fühlt, eine Reise nach dieser Stadt zu machen. Weil das allgemeine Empfinden, weil das Glücksgefühl dort gehoben wird.“

Wie wahr, wie wahr…



„Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris.“

Dieses Zitat stammt aus der Feder von Heinrich Heine (1797-1856), Deutscher Dichter und Journalist. Heine nannte Paris „seine Zauberstadt“. Er war 33 als er nach Paris kam und blieb bis zu seinem Lebensende. Hier fühlte er sich frei und konnte nach seinem Gusto leben.

Meine neueste Entdeckung und absolut gut gegen „Winter- und Parisblues“ sind die Bücher von Nicolas Barreau. Barreau wurde 1980 in Paris geboren und hat Romanistik und Geschichte an der Sorbonne studiert. Er arbeitet in einer Buchhandlung an der Rive Gauche in Paris und schreibt an seiner Dissertation. Drei Romane sind hat er bisher veröffentlicht. Seine Geschichten sind amüsant, locker, kurzweilig erzählt und so himmlisch romantisch, wie ein Sommerregen in Paris, frei nach dem Motto: „und am Ende kriegen sie sich doch…“

Johanna von Orléans

Im Januar 1412 wurde Johanna von Orléans (französischer Name: Jeanne d'Arc) als Kind einer Bauernfamilie in Lothringen geboren. Frankreich gedachte in diesen Tagen des 600. Geburtstages seiner Nationalheldin. Johanna ist als Heerführerin, Ketzerin, Märtyrerin und Heilige in die Geschichte eingegangen.



Johanna führte während des Hundertjährigen Krieges die Franzosen gegen die Engländer und die Burgunder. Durch Verrat wurde sie von den Burgundern gefangen genommen und an die mit ihnen verbündeten Engländer verkauft. Ein Kirchenprozess sollte sie diskreditieren. Unter dem Vorsitz von Pierre Cauchons(Bischof von Beauvais), der den Engländern nahe stand, wurde sie wegen einiger Verstöße gegen die Gesetze der Kirche verurteilt und auf Befehl des Herzogs von Bedford am 30. Mai 1431 auf dem Marktplatz von Rouen auf einem Scheiterhaufen verbrannt. 24 Jahre später strengte die Kurie einen Revisionsprozess an, hob das Urteil im Jahre 1456 auf und erklärte sie zur Märtyrerin.

Zum Gedenken an die Verbrennung von Johanna stehen heute auf dem Marktplatz in Rouen eine Kirche und eine Statue. Auch in der berühmten Kathedrale von Rouen gibt es eine Gedenkstätte mit Altar. Im Jahre 1909 wurde Johanna von Papst Pius X. selig- und elf Jahre später 1920 von Papst Benedikt XV. heilig gesprochen.

Vergoldet ist das Reiterstandbild von Johanna in Paris. Es steht an der Rue Rivoli gegenüber des Louvres. Der Gedenktag an Jeanne d'Arc erinnerte mich an die Fotos in meinem Archiv, die ich Rouen und Paris gemacht habe und an natürlich die große Pophymne „Maid of Orleans“ von OMD (Orchestral Manoeuvres in the Dark) aus dem Jahr 1981, die 1982 die in Deutschland meistverkaufte Single-Schallplatte war und vier Wochen auf eins der Charts stand. Ich erinnere mich gern an den oft gehörten "Ohrwurm" von damals und amüsiere mich gerade köstlich über den enthusiastischen und völlig losgelösten Tanzstil des Sängers im Video, zu den wirklich mitreißenden Drums...

Nachtrag: Na gut ich outet mich, ja ich habe meine "Best of OMD" CD rausgekramt, die REPEAT-Taste gedrückt und in der Synthesizerklängen der 80iger geschwelgt, habe mich auch am wilden Tanzstil versucht, nur gut, dass es keiner gesehen hat... ;-)

Kopenhagen



Kopenhagen, die dänische Hauptstadt unser Herz im Sturm erobert. Es war zwar nur eine Stippvisite, die jedoch einen bleibenden Eindruck mit Lust auf mehr hinterlassen hat...



Schon die Anfahrt über die grandiose Öresundbrücke von Malmö (Schweden) nach Kopenhagen war atemberaubend. Der sonst so trübe November, zeigte sich von seiner „Sonnenscheinseite". Wir hatten beste Sicht über den Öresund und das gigantische Brückenkonstruktion. Viel gesehen haben wir bei der Stadtrundfahrt und dem sich anschließenden Bummel durch die City. Besonders schöne Ansichten boten auch die Kanäle und Hafenanlagen mit der Oper, die direkt am Wasser liegt, natürlich der kleinen Meerjungfrau und Nyhavn, mit den zauberhaften bunten Giebelhäusern, zahlreichen Restaurants und Bars... Schön war´s!

Schloss Amalienborg


Schloss Amalienborg ist die Kopenhagener Stadtresidenz der amtierenden dänischen Königin Margrethe II. Das Schloss befindet sich bis heute im Besitz der dänischen Königsfamilie, die Anwesenheit der Königin wird durch ihre Standarte symbolisiert. Ist die königliche Familie zugegen, findet jeden Tag um 12.00 Uhr die Wachablösung der Garden vor dem Schloss statt.



Zugegen war Königin Margrethe II. bei unserem Besuch, denn die Flagge wehte hoch über dem Palast. Gern wir Hallo gesagt, bei einer Tasse Tee unsere Aufwartung gemacht und ihr zu ihrem 40jährigen Thronjubiläum gratuliert, das sie im Januar 2012 begeht. Leider war unsere Zeit viel zu kurz bemessen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal, denn Kopenhagen ist wahrlich zauberhaft und abermals eine Reise wert. Darum für heute auf diesem Wege: "Alles Gute Majestät!" ...



Das Schlossensemble wird durch vier einzelne Palais um einen achteckigen Platz gebildet. Die Häuser wurden ursprünglich als Mittelpunkt eines neuen Stadtviertels für verschiedene dänische Adelsfamilien errichtet und gelangten mit der Zeit in den Besitz der Königsfamilie. Das Palais Levetzau beherbergt ein Museum, das Palais Moltke kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.



An der Stelle der heutigen Residenz befand sich ursprünglich ein von Friedrich III. 1669 bis 1673 für Sophie Amalie von Braunschweig-Lüneburg erbautes Lustschloss. Der König starb 1670 und erlebte die Fertigstellung des Baus nicht mehr, Sophie Amalie, nach deren zweiten Namen das Schlösschen benannt wurde, lebte dort bis zu ihrem Tod 1685.



Mit ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte die dänische Monarchie ist älteste in Europa. Von Gorm dem Alten, erstmals erwähnt 936, bis zur Thronbesteigung der amtierenden Königin Margrethe II. 1972 weist die Ahnenreihe 49 männliche und zwei weibliche Regentennamen auf. Margrethe II ist die erste Frau seit 600 Jahren, die zur Königin von Dänemark wurde.



Seit 1863 stellen Angehörige das Hauses Glücksburg die Regenten in Dänemark. Die dänische Monarchie ist aufgrund ihrer Volksnähe sehr beliebt bei den „Untertanen“. Ohnehin gelten die 5,5 Millionen Dänen einer Studie zufolge, als das glücklichste Volk in Europa, was kaum verwundert, denn die Dänen lieben es "hyggelig", was ein Ausdruck für Lebensfreude und Lebensstil ist und übersetzt gemütlich, angenehm, nett und gut bedeutet...

Der Rådhuspladsen


Der Rådhuspladsen befindet sich im Herzen von Kopenhagen. Der Rathausplatz hat eine Fläche von 29.300 m² und gehört zu den lebhaftesten Orten der dänischen Hauptstadt. Hier finden Freiluftausstellungen, Konzerte, Silvesterfeiern, aber auch Demonstrationen statt. Natürlich steht hier das Rathaus der Stadt, sonst würde der Platz wohl nicht so heißen. Der Renaissancebau wurde 1892-1905 nach Plänen des Architekten Martin Nyrop errichtet und am 12. September 1905 eingeweiht.



Bewacht wird das Rathaus von vielen drachenartigen Fabelwesen. Der imposante Rathausturm soll mit über 105 m der höchste Dänemarks sein. Auffällig sind die reich gegliederte Ziegelsteinfassade mit der vergoldeten Statue des Stadtgründers Bischof Absalon über einem Erscheinungsbalkon. Der Glockenschlag der Rathausuhr wird jeden Mittag 12 Uhr im dänischen Radio gesendet. Dies geschah bis 2003 live, seitdem wird eine Aufnahme verwendet. Auch das dänische Neujahr wird so eingeläutet. Das charakteristische Glockenvorspiel besitzt in Dänemark einen vergleichbaren emotionalen Wert wie die Stimme Big Bens in Großbritannien.



Am Rådhuspladsen 45 wurde von 1901 bis 1902 von Vilhelm Fischer das Hotel Bristol errichtet. Es wurde 1903 von der Kopenhagener Kommune bei einem Wettbewerb mit dem ersten Preis prämiert. Das Hotel, in dem der weltberühmte Komponist Jacob Gade das Publikum mit seinem Violinenspiel unterhielt, konkurrierte mit dem in unmittelbarer Nähe liegenden Palads Hotel. Nach dem Bankrott des Hotels im Jahr 1917 übernahm die Versicherungsgesellschaft Absalon das Gebäude und hatte hier ihren Hauptsitz. Mitte der 1980er Jahren kaufte das Zeitungsunternehmen A-pressen das Gebäude, das für zehn Jahre als Presseshaus für Det Fri Aktuelt fungierte.

Im Jahr 1914 ließ die ortsansässige Tageszeitung Politiken erstmals einen großen Weihnachtsbaum auf dem Platz aufstellen und begründete damit eine bald 100-jährige Tradition. Heute sorgt die Stadtverwaltung für den Weihnachtsschmuck.



Das Palace Hotel, ehemals Palads Hotel, an der Ecke Rådhuspladsen 57 / Mikkel Bryggers Gade 8 wurde 1909 bis 1910 von Anton Rosen gebaut und ist seit 1985 denkmalgeschützt. Das Hotel ist Teil der Scandic Hotels-Kette. Der Bau überzeugte damals durch seinen modernen Ausdruck und Elementen aus dem Jugendstil. Das gewaltige Dach mit einer Fülle an Mansarden wird von einem 65 Meter hohen Turm dominiert.

Die Wettermädchen



Kopenhagen ist bevölkert von unzähligen Radfahrern, denn in der Hauptstadt Dänemarks gehört das Strampeln auf dem Drahtesel zur schnellsten Fortbewegungsart in der Stadt. Im Turm des „Richshuset“, das an der Ecke das „Rådhuspladsen“ (Rathausplatz) zur „Vesterbrogade“ steht, haben wir die vergoldeten Statuen der so genannten "Wettermädchen" bewundert, die hoch über dem Rathausplatz ihre Runden - natürlich - auf einem Fahrrad drehen. Das Haus wurde 1938 von Alf Cock-Clausen errichtet. Es erhielt seinen Namen nach den Kaffeeersatzproduzenten C.F. Rich & Sønner, die hier bis 1969 ihren Hauptsitz hatten. Das Haus ist ferner bestückt mit einem riesigem neonbeleuchteten Thermometer, das bei unserm Besuch 3 Grad plus anzeigte...

Royal Copenhagen

… oder „Tischlein deck dich“… Dem Tipp der Gästeführerin folgend, haben wir in Kopenhagen die Ausstellung der königlichen Porzellanmanufaktur „Royal Copenhagen“ besucht. Die freundliche Reiseleiterin hatte wahrlich nicht zu viel versprochen, denn die Ausstellung in der Adventszeit war ein echtes Highlight. Bot sie doch einen faszinierenden Einblick in Kunst und Design. Historische und moderne Porzellane waren auf opulent dekorierten Esstischen eingedeckt.



Ganz besonders angetan war ich vom Weihnachtsgeschirr. Das „Royal Copenhagens Star Fluted Christmas Service“ wird von Girlanden geschmückt die sich ihren Weg um den gesamten Teller bahnen. Dekoriert mit Seidenschleifen, Trömmelchen und Engeln, all die wichtigen Elemente eines traditionellen, völlig behaglichen Dänischen Weihnachtsfestes. Keine der Schleifen sind gleich gebunden, keine Girlande gleich geschwungen, jeder Teller ein Unikat.




Zu den bekanntesten Porzellanemvon Royal Copenhagen gehört „Flora Danic“. Als Vorlage diente das große botanische Werk Flora Danica, das erstmalig im Jahre 1761 in Kopenhagen herausgegeben wurde. Das Geschirr war als Geschenk für Katharina II (die Große) von Russland gedacht. Als Katharina II im Jahre 1796 verstarb – sechs Jahre, nachdem mit der Produktion des Geschirrs begonnen wurde – war dieses noch lange nicht fertig gestellt. Das prächtige Tafelgeschirr verblieb in Dänemark und wurde zum Festessen anlässlich des Geburtstages von König Christian VII im Jahre 1803 eingeweiht.



Die dänische Porzellanmanufaktur wurde am 1. Mai 1775 von dem Chemiker Frantz Heinrich Müller in Kopenhagen gegründet. Das junge Unternehmen wurde zunächst mit der Zusage eines Monopols auf 50 Jahre staatlich gefördert. Das Patronat übernahm die zweite Ehefrau des 1766 verstorbenen Königs Friedrich V., die Königinmutter und inoffizielle Regentin Dänemarks Juliane Marie aus dem Hause Braunschweig. Bereits 1779 wurde jedoch ein finanzielles Engagement des Königshauses in der Manufaktur erforderlich, deren Firma durch diese Übernahme des Unternehmens "königlich" wurde. Das Kennzeichen des Unternehmens sind drei Wellenlinien als Symbol für die drei Meeresstraßen, die Dänemark umgeben: Kleiner Belt, Großer Belt und der Öresund.






Zum neuen Jahr



Man sagt, heute sei Neujahr.
Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr.

Aber so einfach ist das nicht.
Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr.
Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns.
Ob wir es neu machen,
ob wir neu anfangen zu denken,
ob wir neu anfangen zu sprechen,
ob wir neu anfangen zu leben.

Johann Wilhelm Wilms
(1772 - 1847)
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Mit diesen wahren Gedanken aus der Feder von Johann Wilhelm Wilms
wünsche ich allen ein gutes und gelingendes neues Jahr.

Die Weihnachtsgeschichte

... nach dem Evangelisten Lukas



Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zurzeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Da machten sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.


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Ich wünsche allen Besuchern dieser Seite
ein schönes Weihnachtsfest.

Geschenke



Jeder Tag bringt seine Geschenke mit,
man braucht sie nur auszupacken.

Albert Schweitzer
(1875 - 1965)